Spielberichte der Saison 2017/2018

Aktuelle Spielberichte 2017/2018

10. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 05. November 2017

VfB Concordia Britz   -   1. FC Marzahn      3  :  0   ( 1  :  0 )

Klar unterlegen


In Britz ließ sich für die Marzahner nichts holen. Zu deutlich gestalteten die Gastgeber ihre Überlegen­heit und zu schwer wog der Ausfall etlicher Akteure bei den Gästen. Ganze zehn Spieler fehlten den Mar­zahnern aus diversen Gründen. Die verbliebenen elf Aufrechten, bei denen Christian Czyzo aus der AK32 und Felix Finkel, der in dieser Saison pausiert, aushalfen, mühten sich redlich, standen von An­fang an aber auf verlorenem Posten. Insbesondere in den ersten 20 Minuten „schalteten und walteten“ die Britzer nach Belieben. Das hohe Tempo und das schnelle Umschaltspiel der Gastgeber manövrierte die Marzahner recht deutlich an ihre Leistungsgrenzen. Ihre Gefährlichkeit schöpften die Brit­zer insbesondere aus den Standardsituationen, und davon provozierten die Gäste viele. In den meisten daraus resultierenden Kopfballduellen blieben die Marzahner zweiter Sieger und hatten Glück, dass auf diese Art und Weise nur das frühe Gegentor in der 5. Minute hingenommen werden musste. Erst in der Mitte der ersten Halbzeit geriet die Partie in etwas ruhigeres Fahrwasser. Den Marzahnern gelang es dann besser, sich phasenweise aus dem Dauerdruck der Gastgeber zu befreien. Organisier­te Angriffsaktionen blieben allerdings Mangelware. Da fehlten letztendlich die Präzision beim Pass­spiel, das erforderliche, unbedingte Durchsetzungsvermögen und das schnellere Reagieren auf die sich er­ge­benden Mög­lichkeiten. Immerhin blieb es bis zum Halbzeitpfiff für die Marzahner beim knappen und recht schmeichelhaften 0:1-Rückstand. In der zweiten Spielhälfte änderte sich am Verlauf der Begegnung zunächst nur wenig. Britz bestimmte klar das Geschehen auf dem Kunstrasen und ließ nur gelegentlich Konter der Marzahner zu. Mehr als zwei oder drei gute Einschussmöglichkeiten ergaben sich daraus nicht. Dagegen ließ der Gastgeber eine ganze Reihe hochkarätiger Torchancen aus. Etwa ab der 75. Minute merkte man den Marzahnern den eklatanten Kräfteverschleiß an. Es ge­lang kaum noch, sich vom Dauerdruck der Britzer zu befreien, geschweige das Spiel hin und wieder in die geg­ne­ri­sche Spielhälfte zu verlagern. Die Abwehrschlacht mit „Mann und Maus“ blieb glücklos. Die konditionellen Defizite der Gäste ermöglichten den Britzern in der Schlussphase der Partie noch zwei Treffer zum klaren und hoch verdienten 3:0-Erfolg. Vorwerfen kann man den Marzahnern nur wenig. Sie haben sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und Möglichkeiten gewehrt, waren aber in der sehr einseitigen Partie weit von einem Punktgewinn entfernt. Das resultierte insbesondere auch daraus, dass sie dem hohen Spieltempo der Britzer, verbunden mit einem sicheren Passspiel, der Präsenz im Mittelfeld und der enormen Laufbereitschaft zu wenig entgegensetzen konnten. Wenn das „Abenteuer Bezirksliga“ nicht bereits nach einer Saison scheitern soll, bedarf es größerer Anstrengungen aller Aktiven, vor allem mehr Anwesenheit bei den Trainingsveranstaltungen. Wenn man trotz aller beruflichen und familiären Verpflichtungen, sowie Herausforderungen dies nicht gewährleisten kann, wird die Bezirksliga ein kurzfristiges Intermezzo bleiben. In den nächsten beiden Meisterschaftsbegegnungen warten Spitzenmannschaften auf die Marzahner. Es bleibt abzuwarten, ob man in vierzehn Tagen zu neuerlicher personeller Stabilität und wachsendem Spielvermögen finden kann.                                                                                           - mk -




9. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 28. Oktober 2017

1. FC Marzahn   -   BFC Tur Abdin      2  :  2   ( 1  :  1)

Starke Marzahner belohnen sich nicht

Ein kurzer Exkurs in die graue Vorzeit der Geschichte lässt uns schnell herausfinden, dass der Name „Tur Ab­din“ auf einen Gebirgszug im Südosten der heutigen Türkei zurückgeht. Die antiken Bewohner waren Aramäer, die schon im1. Jh. zum Christentum bekehrt wurden. Die Philosophie des Vereins besteht darin, die Identifikation und die Bekanntheit der aramäischen Kultur zu steigern. Wir hoffen sehr, dass diese nichts mit dem Zustand der Umkleidekabine nach der Abreise der Mannschaft zu tun hat. Dies sei aber nur am Rande erwähnt. Zum sportlichen Aspekt lässt sich herausheben, dass die Zuschauer ein rassiges, spannendes und temporeiches Fußballspiel und eine Marzahner Mannschaft sahen, die an altbewährte Tugenden anknüpfte und einen klaren Aufwärtstrend nachwies. Dass es am Ende trotz zweimaliger Führung nur für einen Punkt reichte, bleibt eigentlich der einzige Wermutstropfen. Insbesondere in der ersten Spielhälfte zelebrierten die Gastgeber mitreißenden Angriffsfußball. Dies galt allerdings auch für den BFC Tur Abdin, dessen 10er, Pereira Dos Santos, über die gesamten neunzig Minuten nur schwer zu kontrollieren und zu stoppen blieb. Den besseren Einstieg in die Partie erwischten die Marzahner. Sie spielten den Führungstreffer in der 9. Minute lehrbuchreif heraus und brachten Jonathan Geist in eine aussichtsreiche Schussposition, die er zu nutzen wusste. Danach entwickelte sich ein abwechslungsreiches und gutklassiges Spielgeschehen. Beide Mannschaften setzten auf Offensivfußball und kämpften dabei auch mit den Tücken der stürmischen und unberechenbaren Winde. Der BFC Tur Abdin blieb spielkulturell einen Tick stärker als die Marzahner, die aber insgesamt die deutlich größere Anzahl Erfolg versprechender Einschussmöglichkeiten herausarbeiteten. Am gefährlichsten für beide Mannschaften erwiesen sich stets die schnell über die Außenpositionen vorgetragenen Angriffe und die daraus resultierenden Flankenbälle. Sowohl Marzahn als auch Tur Abdin besaßen dort ihre verwundbaren Achillesfersen. Leider gelang es den Gastgebern nicht, den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause zu retten. Tur Abdin nutzte eine temporäre Druckphase und zirkelte das runde Leder in der 44. Minute irgendwie über die Torlinie. Dass beide Mannschaften mehr wollten, blieb auch nach dem Wiederanpfiff der Begegnung unverkennbar. Erneut fanden die Marzahner schneller ins Spiel, erarbeiteten sich kampfstark, sowie hoch motiviert Torchancen und überzeugten mit mutigem, schnörkellosem Fußball. Dem gerade eingewechselten Vladimir Falkenstein blieb es in der 66. Minute vorbehalten, die Gastgeber erneut in Führung zu schießen. Auch danach besaßen die Marzahner gute Möglichkeiten, diese auszubauen. Dabei muss sich die Mannschaft, bei allem Respekt für eine tolle Leistung, den kleinen Vorwurf gefallen lassen, dass man nach dem Führungstreffer einen Tick zu offensiv agierte. Das ermöglichte den Gästen immer wieder gefährliche Konteraktionen, die häufig erst auf der „letzten Rille“ unterbunden werden konnten. Mit den eigenen Angriffen blieben die Marzahner bei den allerbesten Chancen glücklos. Und wenn man schon kein Glück hat, kommt häufig Pech hinzu. Der Ausgleichstreffer der Gäste in der 82. Minute brachte die Marzahner noch um den Lohn ihrer aufopferungsvollen Arbeit. Schade! Unter dem Strich lässt sich aber konstatieren, dass die Gastgeber trotz des Fehlens etlicher Stammspieler Kampfkraft, Durchsetzungsvermögen und eine ansteigende Formkurve nachwiesen.     

                                                                                              - mk -


 6. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 30. September 2017

Gewogen und zu leicht befunden

Das biblische Wortspiel umschreibt ganz gut die Vorbereitung auf das richtungsweisende Meisterschaftsspiel und den Verlauf der unspektakulären Begegnung mit dem momentan unangefochtenen Ta­bellenführer. Ohnehin standen bei den Marzahnern für dieses Match viel zu wenige Akteure im Kader, der sich kurz vor dem Beginn der Partie nochmals reduzierte. So blieb den Platzherren sozusagen ein „Fähnlein“ der 13 Aufrechten (davon 11 Feldspieler), die sich redlich mühten, sich aber letztendlich auf ei­ner hoffnungslosen Mission befanden. Die Anfangsphase der Partie überstanden die Marzahner mit viel Glück schadlos. Die einmal mehr umformierte Abwehrriege wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Gegen die geduldig, abgeklärt und ballsicher agierenden Gäste befanden sich die Platzherren zumeist in der Defensive. Für eine eigene Spielgestaltung ließ der Gegner kaum Raum und es fehlten den Marzahnern dafür wohl auch die Mittel und Möglichkeiten. Trotzdem überraschten sie die Neuköllner mit dem einen oder anderen gefährlichen Konter. Letztendlich fehlten aber die Konzentration, insbesondere die Präzision und das Quäntchen Glück, um Zählbares zu erreichen. Das taten die Gäste dann in der 22. Minute. Nur wenige Ballstationen benötigten sie, um ihre Sturmspitze sauber und präzise zu bedienen. Ramiz Lukassek ließ Gilbert Wagner im Tor der Marzahner keine Chance und traf recht unbedrängt, sowie platziert ins rechte untere Eck. Bereits sechs Minuten später stand Gilbert Wagner erneut im Fokus der Geschehnisse. Diesmal blieb er Sieger, als er einen Foulstrafstoß in großartiger Manier parierte. Auch im weiteren Verlauf der Partie fand er noch genügend Möglichkeiten, sich auszuzeichnen. Immerhin wahrten die Marzahner den knappen Rückstand bis zur Halbzeitpause. Auch wenn die Defensivabteilung nach nochmaligen personellen Umstellungen etwas mehr Stabilität fand, drängte sich dem Betrachter stets der Eindruck auf, dass bei den Marzahnern die „Schadensbegrenzung“ im Vordergrund der Bemühungen stand. So offenbarte die zweite Spielhälfte dann auch nur wenige Höhepunkte und eher einen spätsommerlichen Nachmittags-Kaffee-Kick. Rein optisch erarbeiteten sich die Marzahner mehr Spielanteile, letztendlich aber von Neuköllns Gnaden. Die Gäste kontrollierten und verwalteten das Spiel, taten nicht mehr, als unbedingt erforderlich, und warteten geduldig auf ihre Chancen. Selbst ein Torerfolg der Marzahner hätte wohl dazu geführt, dass die Neuköllner ihren Motor sofort um einige Gänge hochgestaltet hätten. Notwendig wurde dies nicht. Erneut Ramiz Lukassek zerstörte in der 67. Minute dann auch die eher theoretische Möglichkeit eines Punktgewinns der Marzahner. In der Schlussphase der einseitigen Partie besaßen die nie wirklich geforderten Neuköllner mehr Kräftereserven. Der Treffer zum 0:3-Schlussstand fiel also folgerichtig und wohl auch verdient. Was bleibt nach dem 6. Spieltag? Die Marzahner sind mittlerweile mitten in der Realität der Bezirksliga angekommen. 7 Punkte sind weniger als man vielleicht erhofft hat, aber auch mehr als man durchaus befürchten musste. Ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich die Marzahner bereits an einer Vielzahl von tatsächlichen und selbsternannten Aufstiegsanwärtern mehr oder weniger erfolgreich abgearbeitet haben. Nun warten etliche „Scharfrichter-Begegnungen“ auf den Bezirksliga-Neuling, in denen er seine diesbezügliche Existenzberechtigung nachweisen muss. Der Klassenerhalt, und um nichts anderes geht es, ist kein Zauberwerk, wenn die Marzahner, sowohl im Training als auch im Spiel, zu mehr Konsequenz, Präsenz und Selbstbewusstsein finden. Passt alles, das haben die ersten Bezirksliga-Wochen gezeigt, können die Marzahner auch mit den Besten mithalten.                                   - mk -


5. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 24. September 2017

Eine starke Anfangsphase reichte nicht aus

Die Marzahner starteten hoch konzentriert in diese Begegnung, fanden schnell zur notwendigen Sicher­heit im Abwehrverhalten und setzten nadelstichartig Konter, die die Defensivabteilung der Britzer mehrmals gehörig durcheinanderwirbelte. Natürlich soll das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Gast­geber in puncto Spielkultur und Tempo klar überlegen agierte und mit Mehmet Uzuner und Benja­min Gaudian über die spielentscheidenden Protagonisten der Partie verfügte. Die Anfangsphase der Be­gegnung hatten sich die Britzer sicherlich anders vorgestellt, denn nach 30 Minuten führten die Mar­zahner 2:0. Zwei Konteraktionen schloss Jacek Jerszynski erfolgreich ab und ließ dabei dem gegne­rischen Keeper keine Chance. Als er wenig später ein drittes Mal allein vor dem Britzer Gehäuse auftauchte, verfehlte das runde Leder den Weg ins Netz. Vielleicht war das der neuralgische Punkt der Partie, denn der Zenit der Leistungsfähigkeit der Marzahner schien erreicht und es begann, zunächst schleichend, die am Ende rasante Talfahrt der Gäste. Möglicherweise wähnte man sich nach der 2:0-Führung in einer komfortablen und sicheren Situation, zumindest verloren die Marzahner ihre Konsequenz im Abwehrverhalten, versuchten, den Britzern mit spielerischen Mitteln zu begegnen und wirkten dabei einen Tick zu offensiv. Immerhin hielt dieses fragile Verhältnis zwischen erfolglosem, aber unbändigem Angriffsdruck auf der einen Seite und der auf Konterfußball basierenden bissigen Abwehrschlacht auf der anderen Seite bis zur 42. Minute. Ärgerlicherweise leitete dann ein vom Schieds­richter anerkanntes Abseitstor die Wende ein. In der zweiten Halbzeit gelang es den Marzahnern nicht mehr, an die respektablen Leistungen aus der ersten Spielhälfte anzuknüpfen. Mehr und mehr taten sich größere Lücken im Mittelfeld und vor der Abwehrreihe auf, in die die Britzer gnadenlos stießen. Es schien so, als ob die Gäste nun schnell dem Tempo des Spiels Tribut zollen mussten. Ei­ne besondere Gefährlichkeit schöpften die Gastgeber aus den Standardsituationen. Viel zu oft ließen die Marzahner Eckbälle und Freistöße vor dem eigenen Strafraum zu und bekamen dann bei der Ausführung den Gegner nie in den Griff. In der 56. Minute erzielte Stern Britz den Ausgleich, der, das zeigten die Aktionen nach dem Wiederanpfiff der Partie, nur eine Frage der Zeit war. Danach wehrten sich die Marzahner mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln und versuchten, wenigstens einen Punkt festzuhalten. Letztendlich entschieden die Abgeklärtheit der Gastgeber, die individuelle Klasse von Uzuner und Gaudian, sowie ein höheres Fitness-Level der Britzer die Begegnung. Nach dem Füh­rungstreffer der Platzherren in der 79. Minute „zerfielen“ die Marzahner und unterlagen am Ende klar. Die Devise lautet nun: Fehler analysieren, Schlussfolgerungen ziehen und die Partie abhaken. Am kom­menden Wochenende gastiert der Tabellenführer am Geraer Ring. Ob er von der Heimstärke der Mar­zahner weiß?                                                                                                      - mk -         


4. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 16. September 2017


Ein Sieg der Moral

Bis zur 20. Spielminute deutete in dieser Begegnung gar nichts darauf hin, dass die Marzahner auch nur an­satzweise von einer Siegchance träumen könnten. Zu klar beherrschte der Köpenicker SC das Spielgeschehen, „schaltete und waltete“ auf dem Kunstrasen nach Belieben und zwang den Gastgebern den Takt und den Rhythmus der Partie auf. Die Platzherren wehrten sich zwar redlich, fanden aber zunächst keinerlei Entfaltungsmöglichkeiten und mühten sich, das Tempo der Gäste anzunehmen. Null Torschüsse und zwei Eckbälle standen bei den Marzahnern nach 20 Minuten auf der Haben-Seite. Die Köpenicker kombinierten sicher und schnell, gelangten immer wieder gefährlich an die Strafraumgren­ze, blieben aber bei ihren Abschlussversuchen zu unkonzentriert und glücklos. Das Abwehrbollwerk der Gast­geber wackelte bedenklich, fiel aber nicht. Erst in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit verschafften sich die Marzahner mehr und mehr Luft und begannen, vom Reagieren auf den Gegner endlich zu eigenen Aktionen zu finden. Die ersten guten Einschussmöglichkeiten der Platzherren verstanden die Gäste wohl auch als „Schuss vor den Bug“, denn sie operierten nun vorsichtiger und schöpften ihre Ge­fährlichkeit zumeist aus Standardsituationen.Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm das Unheil für die Köpenicker dann seinen Lauf. Zunächst vergibt Jacek Jerszynski, recht frei vor dem gegnerischen Tor stehend, eine gute Einschussmöglichkeit und vollendet wenig später einen eigentlich harmlosen, auf den Keeper gezogenen Schuss, weil der Ball unter dessen Körper „durchrutscht“. Viel Glück, aber Glück hat bekanntlich nur der Tüchtige. Den besseren Start in die zweite Halbzeit erwischten die Marzahner. Als sich Steffen Hilpert in der 49. Minute auf der rechten Seite kampfstark durchsetzte und Mario Hauptmann im Strafraum lehrbuchreif „bediente“, schien der Spielverlauf endgültig auf den Kopf gestellt. Und die Überlegenheit der ersten 45 Minuten konnten die Gäste im weiteren Verlauf der Begegnung nicht mehr ausleben. Die Präsentation der Marzahner Konterstärke blieb nicht ohne Wirkung und zwang die Köpenicker zu mehr Aufmerksamkeit und Aufwand beim eigenen Abwehrverhalten. Das von Claudiu Anton nach einer schönen Einzelaktion erzielte 3:0 war dann wohl schon des Guten zu viel. Doch die Köpenicker scheiterten immer wieder an ihrer Ineffizienz und Abschlussschwäche. Ansonsten blieb die Partie ein Duell, das mit ungleichen „Waffen“ geführt wurde. Die Köpenicker gingen,optisch nett anzuschauen, mit dem Florett „auf die Jagd“, dem die Marzahner, die eher auf den „Säbel“ setzten, die Klinge abschlugen. Einmal mehr gewinnt David gegen Goliath. Glückwunsch zu einer couragierten, kampfstarken Leistung.                                                                                                                            - mk -  



3. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 09.September 2017

BW Mahlsdorf Waldesruh   -   1. FC Marzahn      4  :  2   ( 3  :  0 )

Für gutes Spiel und viel Aufwand nicht belohnt


So richtig ärgern kann man sich eigentlich nur darüber, dass es letztendlich für einen Punktgewinn nicht gereicht hat. Es gewann schließlich die Mannschaft, die cleverer, abgeklärter und geduldiger zu Werke ging. Die Marzahner lieferten wohl ihre bislang beste Saisonleistung ab, waren aber nicht in der Lage, sich für den hohen Aufwand auch zu belohnen. Die spannende Begegnung gestalteten die Gäste mindestens auf Augenhöhe, wobei sie über weite Strecken der Partie durchaus spielbestimmend wirkten. Das lag wohl auch daran, dass die Spielweise der Mahlsdorfer den Marzahnern sehr entgegen kam. Beide Mannschaften ließen sich kaum auf Mittelfeldgeplänkel ein, zelebrierten Offensivfußball und agierten kämpferisch stets „auf der letzten Rille“. Dabei sahen die Marzahner in der ersten halben Stunde deutlich besser aus. Eigentlich fehlte in dieser Spielphase nur ein Treffer. Die diesbezüglichen Möglichkeiten ergaben sich auch, blieben aber leider ungenutzt. Doch dann entwickelte sich diese unglückliche Zeit zwischen der 33. und 42. Minute, in der die Gastgeber drei Tore erzielten und damit eine Vorentscheidung erzwangen. Mag sein, dass die Marzahner zu viel in die Offensive investierten und die phasenweise Zurückhaltung der Mahlsdorfer falsch interpretierten. Den Treffern gingen auch nicht die ganz groben Patzer im Abwehrverhalten voraus. Den Ausschlag gaben eher die kleinen Unstimmigkeiten, Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten. Genau diese provozierten die Gastgeber mit ihrem recht eintönigen „Kick and Rush“. Und die Geduld der Platzherren zahlte sich letztendlich aus. Ein winziger Tick schneller im Denken und Handeln, die notwendige Kaltschnäuzigkeit und das unverzichtbare Quäntchen Glück reichten aus, um drei Punkte „einzusacken“. Auch wenn den Gastgebernkurz nach dem Pausentee sogar ein vierter Treffer gelang, kämpften die Marzahner unbeeindruckt um eine Resultatsverbesserung. In der zweiten Spielhälfte agierten sie wieder spielbestimmend, versäumten es aber, die sich ergebenden Chancen für einen Punktgewinn zu nutzen. Jacek Jerszynski blieb es vorbehalten, in seinem ersten Pflichtspiel für die Marzahner auch seinen ersten Treffer zu erzielen. Völlig freigespielt, ließ er dem gegnerischen Keeper in der 56. Minute keine Chance. Nur wenige Minuten später traf er dann durch einen nicht unumstrittenen Strafstoß ein zweites Mal. Mehr zählbares gelang den Marzahnern trotz guter Möglichkeiten nicht, auch wenn sie sich darum bis zum Schlusspfiff vehement und aufopferungsvoll bemühten. Dabei erwies sich insbesondere Claudiu Anton, den die Gastgeber nie in den Griff bekamen, als im positiven Sinne ständiger und nichtzu kontrollierender Unruheherd.Ankreiden lassen müssen sich die Marzahner, dasssie „gefährliche Bälle“ zu oft nicht ins „aus“ sondern in die Spielfeldmitte „klärten“, das schuf hin und wieder brenzlige Situationen. Ansonsten lässt sich trotz Niederlage auf das offerierte Leistungsvermögen aufbauen.                                                                                                                                                                                                   - mk -  



2
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Samstag, den 26. August 2017

1. FC Marzahn   -   SC Union 06      0  :  0   ( 0  :  0 )

Eine spannende, umkämpfte Begegnung endet mit einer gerechten Punkteteilung
 
Am vergangenen Samstag feierten die Marzahner nun auch auf der heimischen Sportanlage am Geraer Ring ihre Bezirksligapremiere. Schade, dass kein offizieller Vertreter des Vereins aus diesem Anlass den Weg auf den Sportplatz und in die Kabine fand. Dies sei als kleiner „Schönheitsfleck“ am Rande angemerkt. Ansonsten fiel die Bilanz der Begegnung mit dem SC Union 06 überwiegend positiv aus. Möglicherweise assoziiert man mit dem 0:0-Endstand Langeweile, Tristesse und „fußballerische Hausmannskost“. Davon blieb die Partie aber Welten entfernt. Die Zuschauer sahen ein rassiges, temporeiches und mitreißendes Spiel, das durchaus viele hochkarätige Einschussmöglichkeiten, packende Strafraumszenen und jede Menge Emotionen bot. Natürlich lebte die Begegnung auch vom Spannungsbogen, den der Spielstand mit sich brachte. Jeder Fehler und jede Unkonzentriertheit konnten sich entscheidend auswirken. Das merkte man den Aktionen beider Mannschaften an. Die erste Spielhälfte ge­­hörte eher den Marzahnern. Sie erarbeiteten sich die ersten Torchancen, agierten zweikampfstark und zelebrierten druckvollen Angriffsfußball. In diese beste Spielphase der Gastgeber fiel auch der absolute „Aufreger“ der Begegnung: In einer hektischen, unübersichtlichen Situation im Torraum vor dem Gehäuse der Unioner drückten die Platzherren das runde Leder irgendwie und für „Freund und Feind“ diskussionslos erkennbar über die Linie. Doch der schlecht bzw. ungünstig positionierte Schiedsrichter erkannte dies nicht und verwehrte den Marzahnern den regulär erzielten Treffer. Vielleicht hätten die Gastgeber den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht, aber das bleibt natürlich pure Spekulation. Als besonders ärgerlich lässt sich der Sachverhalt auch deshalb einstufen, weil die Marzahner bereits im vorangegangenen Spiel beim Rixdorfer SV eine ganz ähnliche Situation mit gleichem Ausgang erlebten. Wir plädieren also für die Einführung der Torlinientechnik in der Bezirksliga. So blieb es dann bis zum Pausenpfiff beim torlosen Unentschieden. In der zweiten Halbzeit übernahmen die Gäste mit zunehmender Spielzeit das Zepter. Auch wenn sich an der taktischen Grundausrichtung beider Mannschaften nichts änderte, kamen die Unioner nun zu den zwingenderen Einschussmöglichkeiten, bei denen Gilbert Wagner im Tor der Marzahner hin und wieder „Kopf und Kragen“ riskieren musste. Die kraft­raubende Spielweise hinterließ bei beiden Teams deutliche Spuren. So positiv sich die Zweikampfführung bei den Marzahnern auch gestaltete, blieben die Bau- und Schwachstellen der Gastgeber unverkennbar. Es mangelte an Genauigkeit bei den Zuspielen, insbesondere beim finalen Pass, es fehlte an Kaltschnäuzigkeit und Übersicht bei den Torschüssen, zu wenig wurde das Spiel über die Außenpositionen gestaltet und das konsequente Nachrücken aller Mannschaftsteile bei den eigenen Angriffsaktionen blieb ungenügend entwickelt. All das ist trainierbar und soll der tollen, starken Mannschaftsleistung keinen Abbruch tun. Am Ende hieß der Spielstand also 0:0, wobei dem Spielverlauf ein 2:2 oder gar ein 3:3 besser gerecht geworden wäre. In den ersten beiden Meisterschaftsspielen wiesen die von der Fußball-Woche als klare Abstiegskandidaten gehandelten Marzahner eindrucksvoll nach, dass sie keine Rolle als Punktelieferant anstreben und wohl für jeden Gegner gefährlich und unberechenbar bleiben werden. Mehr kann man von einem Liganeuling eigentlich auch nicht erwarten.                                                                                                                                                           - mk -  



1
. Meisterschaftsspiel der Saison 2017/18 am Sonntag, den 20. August 2017

Rixdorfer SV   -   1. FC Marzahn      1  :  4   ( 0  :  4 )

Der 1. FC Marzahn grüßt von der Tabellenspitze
 

Der Rixdorfer SV galt eher nicht als Wunschgegner für eine Auftaktpartie. Immer wieder kreuzten sich die Wege beider Mannschaften - in der Kreisliga B, in der Kreisliga A und nun in der Bezirksliga. Stets entwickelten sich spannende, aber auch hektische und unberechenbare Spielverläufe. Dies sollte sich auch diesmal nicht ändern. Den Marzahnern genügte eine hochklassige, überzeugende erste Halbzeit, in der sie die Rixdorfer „an die Wand“ und an den Rand eines Debakels spielten. Bereits unmittelbar nach dem Anpfiff der Partie erarbeiteten sich Mario Hauptmann und Jonathan Geist so genannte hundertprozentige Torchancen und scheiterten knapp. In der 7. Minute schlug es dann zum ersten Mal im Gehäuse der Rixdorfer ein, als Mario Hauptmann sehr gut freigespielt wurde und sicher vollenden konnte. Auch danach brannten die Marzahner ein Feuerwerk offensiven Fußballs ab, das den Gastgebern kaum Entfaltungsmöglichkeiten bot. Hinzu kam, dass sich die dribbelstarken Rixdorfer bei den eigenen Angriffsaktionen immer wieder in der vielbeinigen und gut gestaffelten Marzahner Abwehr verliefen und dann bei den überhasteten Abschlussversuchen jegliche Präzision vermissen ließen. Die sich daraus ergebenden Kontermöglichkeiten nahmen die Marzahner gerne an. So bauten sie den Torevorsprung sukzessive aus und erreichten mit den Treffern von Vladimir Falkenstein (20. und 45. Minute), sowie Florin Coroeanu (40. Minute) ein überraschendes, aber gleichzeitig auch verdientes Halbzeitergebnis. Nach dem Wiederanpfiff der Partie gelang es nicht mehr, an das Niveau der ersten Spielhälfte anzuknüpfen. In dem zerfahrenen, hektischen Spielverlauf, den auch unschöne Szenen prägten, blieben die Marzahner allerdings stets „Herr der Lage“. Die Rixdorfer versuchten al­les, um sich ergebnistechnisch nochmals an die Marzahner heranzukämpfen, scheiterten aber insbeson­dere auch an einem immer wieder glänzend parierenden Gilbert Wagner im Tor der Gäste. Krönend konnte er sich dann noch in der 83. Minute den gehaltenen Handelfmeter in den „Tätigkeitsnachweis“ eintragen. So blieb den Rixdorfern lediglich der in der Nachspielzeit erzielte „Ehrentreffer“. Auch wenn bei den Marzahnern noch nicht alles „rund lief“, überzeugten sie mit mannschaftlicher Geschlossenheit, Zweikampfstärke und Spielvermögen. Darauf lässt sich gut aufbauen, auch wenn jeder weiß, dass eine Tabellenführung nach dem ersten Spieltag ein „Muster ohne Wert“ darstellt. Die Marzahner werden weiter beharrlich um jeden einzelnen Punkt kämpfen müssen, wenn das Saisonziel „Klassenerhalt“ gelingen soll. Und weil das so ist, war ein besserer Auftakt der Spielzeit 2017/2018 kaum möglich. Glückwunsch also zu einer couragierten und mutmachenden Leistung.
                                                                                                                                              - mk -



Trainerteam

Dieter Müller ( Trainer )
Telefon: 0160 / 97900715
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Trainingszeiten

Dienstag: 19:30 - 21:00 Uhr
Donnerstag: 19:30 - 21:00 Uhr

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